Fahrerlaubnis T – das Wichtigste im Überblick

 

Anmeldung

Mindestalter: 16 Jahre für FZ bis 40 km/h
18 Jahre für FZ bis 60 km/h

Sie können sich entweder erstmal unverbindlich informieren oder gerne auch schon anmelden.

Zunächst schließen wir mit Ihnen einen Ausbildungsvertrag ab. Dieser enthält unsere Geschäftsbedingungen und eine Kostenübersicht. Hier benötigen wir Ihre Unterschrift. Sollten Sie noch nicht volljährig sein, auch die Ihrer Eltern.

Danach erstellen wir den Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis. Diesen müssen Sie beim Rathaus abgeben. Bei der Abgabe müssen Sie folgende Anlagen beilegen:

  • Sehtestbescheinigung
  • biometrisches Passbild
  • Bescheinigung Kurs „Erste Hilfe“

Theorie

Wenn Sie möchten, können Sie sofort mit der Teilnahme an den theoretischen Unterrichten beginnen. Insgesamt nehmen Sie an 18 Unterrichten teil (Bei Erweiterung 12 Unterrichte).

Die Theorie findet immer Montag bis Donnerstag in der Zeit von 19:00 – 20:30 Uhr statt.

Im Unterricht benötigen Sie das von uns erhaltene Lehrmittelset. Dieses besteht aus:

  • Ausbildungskarte, hier wird der Ausbildungsverlauf dokumentiert
  • Handbuch, enthält Arbeitsblätter für Theorie und Praxis
  • Lernprogramm, zur persönlichen Prüfungsvorbereitung
  • Theoriestundenplan
  • sowie Verkehrszeichenkarte, Parkscheibe und Informationen

 

Zur theoretischen Prüfung werden Sie zugelassen, wenn:

  • Sie das Mindestalter erreicht haben, frühestens drei Monate vor dem Geburtstag
  • der Antrag bei der TÜV Prüfstelle vorliegt
  • Sie das Lernprogramm vollständig durchgearbeitet haben
  • bei uns erfolgreich am Theorietraining teilgenommen haben

 

Theorieprüfungen finden Montags beim TÜV in Leonberg statt.

Die Anmeldung und Terminabsprache übernehmen wir für Sie.

Praxis

Sobald Sie die theoretische Prüfung erfolgreich absolviert haben, beginnen Sie mit den praktischen Fahrstunden.

Wir melden uns dann bei Ihnen.

Sie erhalten dann eine Checkliste auf der Sie die Zeiten, an denen Sie Fahrstunden nehmen können, eintragen.

Ausbildungsfahrzeuge

In der Regel führen wir die Fahrausbildung der Klasse T mit unseren Fahrzeugen durch. Der Fuhrpark ist gepflegt, entspricht den Prüfungsvorschriften und ist in Größe und Übersichtlichkeit ideal für die Ausbildung geeignet.

Grundsätzlich ist auch die Verwendung von ihren betriebseigenen Fahrzeugen möglich. Bitte beachten Sie bei dieser Entscheidung jedoch Folgendes:

Die Kostenersparnis ist sehr gering – der organisatorische Aufwand gleichzeitig sehr hoch!

Die Fahrstundenpreise in dieser Ausbildungsklasse entstehen zunächst durch hohe Personalkosten. Für die Praxisausbildung ist eine der höchsten Fahrlehrerqualifikationen notwendig, die LKW-Klasse CE. Das Ausbildungsrisiko für den Fahrlehrer ist hoch: Die Fahrschüler fahren den kompletten Zug oft alleine im Fahrzeug sitzend. Die Eingriffsmöglichkeiten sind nur begrenzt gegeben bei gleichzeitig voller Haftung des Ausbilders.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung unter welchen Bedingungen Sie ihre eigenen Fahrzeuge verwenden können

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in diesem Fall:

  • Kosten für die erste Begutachtung der Fahrzeuge auf Prüfungstauglichkeit entstehen
  • Bei jeder Fahrstunde Kosten für die Anfahrt des Fahrlehrers zu Ihnen auf das Betriebsgelände entstehen
  • Anteilige Kosten für eine von uns abzuschließende zusätzliche Fremdfahrzeugversicherung entstehen
  • Auch sollten der Arbeitsaufwand vor jeder Fahrstunde für Sie, die Abwesenheit der Fahrzeuge, sowie die Kraftstoffkosten bedacht werden.

 

Zunächst die gesetzlichen Vorschriften der Fahrschüler-Ausbildungsordnung (FahrschAusbO) sowie der Prüfungsrichtlinien für die Fahrerlaubnisprüfung:

Für die Ausbildung und Prüfung eingesetzte Fahrzeuge und Züge müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit der Zugmaschine mehr als 32 km/h
  2. Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeugkombination mehr als 32 km/h
  3. Zweileitungsbremsanlage
  4. Anhänger mit mindestens geschlossener Ladefläche
  5. Länge des Anhängers bei Verwendung eines Starrdeichselanhängers mindestens 4,5 m
  6. Länge der Fahrzeugkombination mindestens 7,5 m

Weitere organisatorische Bedingungen und Vorschriften:

  1. Das Ausbildungsfahrzeug bzw. der komplette Zug muss pünktlich zum Termin bereitgestellt werden
  2. Der Fuhrpark muss außen gereinigt sein, insbesondere muss die Bereifung frei von Steinen und starken Erdanhaftungen sein
  3. Das Zugfahrzeug muss innen gereinigt und frei von starken landwirtschaftlichen Gerüchen sein. Die Ausbilder arbeiten in der Regel nach der T-Ausbildung sofort im PKW oder LKW weiter
  4. Der Fuhrpark muss verkehrssicher zur Verfügung gestellt werden. Mit beschädigten Beleuchtungseinrichtungen, gebrochenen Spiegeln oder Frontscheiben mit Steinschlag darf NICHT ausgebildet werden. Bei Verwendung von Ersatzteilen müssen Originalteile verbaut sein
  5. Die Sicherheitsausrüstung muss komplett vorhanden sein. Verbandkasten vollständig, DIN-geprüft, sowie Ablaufdatum nicht überschritten
  6. Es darf kein unzulässiger Ölaustritt vorhanden sein
  7. Anbaugeräte müssen entfernt sein. Die Fahrzeugbreite darf für Ausbildung und Prüfung maximal 2,55 m betragen

Da die Fahrzeuge während der Ausbildung und Prüfung zu anderen als land- und forstwirtschaftlichen Zwecken eingesetzt werden, gilt zusätzlich:

  1. Die Versicherung ihrer Fahrzeuge muss informiert werden. Wir benötigen eine schriftliche Bestätigung, dass die Fahrzeuge für Ausbildung und Prüfung versichert sind
  2. Wenn Sie Steuervergünstigungen für den Einsatz ihrer Fahrzeuge in Anspruch nehmen, müssen Sie diese ggf. für die Dauer von Ausbildung und Prüfung voll versteuern. Bitte klären Sie die Vorgehensweise mit dem Zoll/Finanzamt und lassen uns eine schriftliche Genehmigung dafür zukommen
  3. Alle Hauptuntersuchungen und ggf. Sicherheitsüberprüfungen müssen gültig sein. Unterlagen wie Zulassungsbescheinigungen müssen mitgeführt werden
  4. Die jährliche Untersuchung auf Arbeitssicherheit muss durchgeführt sein. Insbesondere muss ein geeigneter und ebenfalls geprüfter Sitz für den begleitenden Ausbilder vorhanden sein

Die aufgeführten Punkte gelten sinngemäß und soweit vorhanden auch für Anhänger. Für Anhänger gilt insbesondere:

  1. Verbindungselemente müssen verkehrssicher sein. Abnützung an Bolzen und Öse max. 1,5 mm je Bauteil. Kabel, Druckluft- und Hydraulikschläuche müssen sicher und frei von Beschädigungen sein. Sie dürfen nicht z.B. selbst mit Klebeband instand gesetzt sein
  2. Der Anhänger muss unbeladen sein
  3. Auch am Anhänger müssen HU, SP und BEV gültig und dokumentiert sein

 

Sollten Sie sich für den Einsatz von Eigenfahrzeugen entscheiden, benötigen wir einen schriftlichen Vertrag über die Zurverfügungstellung. Sofern Sie nicht selbst Halter der Fahrzeuge sind, z.B. keinen eigenen geeigneten Anhänger haben, gelten alle genannten Bedingungen für den Halter der Fremdfahrzeuge, auch die Vorgaben zu Besteuerung und Versicherung.

Bitte achten Sie darauf, dass es möglichst nicht zu einem Fahrzeugwechsel während der Ausbildung kommt, da sonst die Begutachtung für das Wechselfahrzeug wieder neu durchgeführt werden muss.

Auf Wunsch erhalten Sie von uns eine Kostenaufstellung für den Einsatz ihrer Fahrzeuge.

Praxis

Die praktische Prüfung besprechen Sie direkt mit Ihrem persönlichen Fahrlehrer. Die Ablegung der Fahrprüfung ist frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters möglich.

Weitergehende Informationen erhalten Sie durch:

  • Info-Blatt Preise und Gebühren
  • Flyer Führerscheine vom Fahrlehrerverband Baden-Württemberg

und selbstverständlich während unserer persönlichen Beratung.